Raven ohne Rausgehen

Über die quarantinität der Situation & dass folglich unsere anstehenden Auftritte abgesagt werden mussten muss ich an dieser Stelle ja nicht viel schreiben. Das betraf leider auch das gesamt Skillshare im Hambacher Forst, wo wir letztes Jahr unser erst zweites Konzert spielen durften.

Die findigen Menschen der ISD-Crew hatten aber glücklicherweise die gute Idee, den Rave einfach virtuell stattfinden zu lassen & über Twitch zu Streamen! Von mir aus gern, zumal M & ich die Quarantäne sowieso zusammen in der Bredouille verbringen – also an dem Ort, an dem sowohl ich als auch unsere Synthies & dank einer guten Freundin 2 schicke Atemmasken wohnen 😀

Ein paar neue Tracks hatte ich sowieso schon gebastelt, und M schrieb kürzlich einen Text über Corona, was uns auf die Idee brachte unser neues Material dem Thema Krankheiten & Normalität – sick is normal – zu widmen. Mal sehen was wir aus dem Thema herausholen können, aber ganz neu sind Krankheiten in unseren Leben natürlich nicht: Auf dem Skillshare selbst (und danach) sind Krätzemilben häufige Gäste auf unseren Körpern, worüber sowohl Alice als auch M schon in der Vergangenheit gesungen haben. Und auch über meine HIV-Infektion hat M schon ein Lied gesungen. Zusammen mit dem neuen Text, _boomerdoomer und neuen Lyrics von mir (eigentlich eine Sammlung homophober Zitate mit denen ich in meinem Leben schon so konfrontiert worden bin) hatten wir nun schon 4 neue Songs, die sich alle auf ihre Art mit dem Thema Sickness auseinandersetzen.

Die Frage, ob das Set-Up in meinem Zimmer zu streamen technisch so klappt musste praktisch ermittelt werden. Aber ist ja nicht so, als müsste beim Karfreitagsrave alles immer einwandfrei hinhauen 😉 Nachdem wir uns also (schon wieder) Technik in Form eines XLR-Kabels bei Ms Dad ausgeliehen, das Mikro mit dem Synthie & den Synthie mit der externen Soundkarte & unseren Laptops verbunden hatten, war ich positiv überrascht, dass der Stream über Twitch trotz der mangelnden Bandbreite hier so gut lief =^.^=

Natürlich hab ich wieder einige Einsätze & Zeilen verkackt, aber insgesamt hat der Auftritt auf dem Bett & das Spielen der alten wie neuen Songs sehr viel Spaß gemacht & ich bin froh, dass der Rave so trotzdem durchgeführt werden konnte 🙂

Danach hat die ISD-Crew aufgelegt; leider war unsere Bandbreite aber nicht gut genug um die Performance auf Twitch zu streamen & gleichzeitig mit Freund*innen auf jit.si Rumzuhängen…war ein sehr abgehackter Tanzstil, durch den Lag 😀 Aber war so gesehen ein Bisschen wie bei Real-Life-Konzerten: Drinnen Tanzen und zum Unterhalten Rausgehen.

Alles in Allem bin ich gespannt wie es weitergehen wird & bin froh über meine priviligierte Quarantänesituation, in der ich Zeit & Raum für mich, meine Gedanken & gaaanz viel Musik hab. ich hoffe, dass es für die weniger Glücklichen Wesen outside erträglich bleibt. Mau.

Oh, den Auftritt könnt ihr übrigens auch auf youtube gucken, falls ihr uns am Freitag verpasst habt 😉

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