44. Gig – Das erste Mal als PITCH BITCH

Es war nicht unser erster Trans Day of Visibility – schon seit 2023 spielen wir jedes Jahr bei der Veranstaltung, letztes Jahr war allerdings nur ich mit Solo-Songs dabei. Dafür haben wir dieses Jahr 3 von 5 Acts gestellt, und das nur zu zweit: PITCH BITCH, das_synthikat, und ph4nt.

PITCH BITCH ist mein neues Solo-Projekt, queerer Zeckenrap basically. Erst wenige Tage vorher habe ich meine erste kleine „Pitch EP“ veröffentlicht 🙂 Phant hat die Beats dafür gemacht und sie produziert, mit dem alten Kaossilator-Synthesizer den wir bei boycott the binary und sick is normal verwendet haben. So klingt das in etwa:

Phant hat mich zum Glück auch auf der Bühne mit dem Kaossilator begleitet <3 aber ich muss sagen, alles alleine rappen ist echt sau anstrengend. Nach fünf Tracks war ich komplett außer Puste. Wenn ich das noch öfter machen will, brauche ich entweder mehr Kondition, oder muss mich einer Crew anschließen, sodass zwischendurch mal wer anderes rappt. Wenn ihr zufällig noch jemanden sucht…

Was mich auch sehr gefreut hat – Freund*innen von uns schenkten mir einen „SUCA“-Pin. Сука heißt „Bitch“ auf russisch, und Sasha war einer der ersten die meine neue EP gehört haben. Phant hat auch einen Pin geschenkt bekommen, einen Polarfuchs.

Das ist die italienische Schreibweise, wo „Suca“ wohl „Leck mich!“ bedeutet…
…und Phant bekam einen Polarfuchs, was auf russisch für „völlig verrückt“ steht 😉

Nach einer kleinen Umbaupause ging es weiter als das_synthikat – wir sind immer noch sehr eingespielt, obwohl wir ein halbes Jahr nicht aufgetreten sind und auch nur einmal geprobt haben. Nur _jailbreak war tricky, das haben wir einfach insgesamt zu selten gespielt^^ Aber große Bühne, große Anlage, das hat echt viel Spaß gemacht. Danke Schlingelkind fürs mixen!

Dann hat ph4nt. noch ein ordentliches Solo-Set rausgeballert, alle haben wild getanzt – und das trotz den FFP2-Masken, die fast alle anhatten. Bei Ketten, einem Track über Nichtbinarität, bin ich auch auf die Bühne & hab mitgesungen, das war toll. Aber danach habe ich erstmal ne Verschnaufpause an der frischen Luft gebraucht.

Phant hatte ne Menge neue Songs, es veröffentlicht in einem Monat nämlich schon wieder ein neues Album. Bei der Gelegenheit haben wir gleich Phants neues Albumcover nach Hause genommen. Gar nicht so einfach, das im Zug zu transportieren – als 1,20m breites, quadratisches Gemälde:

Das Artwork ist echt ziemlich krass geworden…
…aber mehr wird noch nicht verraten!

Im Zug? Naja, der Gig war ein bisschen eine kurze Heimkehr nach Nürnberg – eigentlich sind wir vor einem halben Jahr nach Halle gezogen, um mal neue Ufer auszutesten. Jaja, die letzten Zeilen von punk is dead lauteten noch:

„Es gibt hier kaum hundert Leute
die unsere Kunst kapiern
doch ich bleibe lieber hier
Frieden macht ihr nicht mit mir!“

Doch dreißig Jahre Bayern/Franken waren echt genug, ich habe aufgegeben. Auf nach Sachsen-Anhalt – wo man sich auch für unfreundlich hält 😉 aber im Vergleich zu Franken sind die Leute hier richtig nett und aufgeschlossen.

Ansonsten war noch echt schade, dass Wutholz krank war und nicht spielen konnte. Hoffentlich nächstes Mal wieder <3 da kommen wir bestimmt wieder vorbei.

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